Standard Messkonzepte

Die Energieanwendungen von heute und morgen erfordern oftmals einfache wie komplexe Messkonzepte um den technischen, rechtlichen und kaufmännischen Erfordernissen gerecht zu werden.

Ziele, die wir gemeinsam verfolgen:

  • Verbrauchsoptimierung
  • Erzeugungsoptimierung
  • Energiemanagement
  • Netzentgeltreduzierung
  • Stromkostenreduzierung
  • Einnahmen-, Erlösoptimierung

acteno energy liefert basierend auf dem bundesweitweit unabhängigen Messstellenbetrieb Messkonzepte für Anlagenbetreiber, Industrieareale, Direktvermarkter und Netzbetreiber. Hierbei können die Standardkonzepte für SLP wie rLM realisiert werden, wie auch individuelle Messkonzepte entsprechend den Nutzeranforderungen.

Übersicht standardisierte Messkonzepte

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht der gängigen Messkonzepte:

Einspeisung ohne Eigenverbrauch (Volleinspeisung)

Volleinspeisung

Besonderheiten

Charakteristik

  • Einspeisung der gesamterzeugten Energiemenge direkt in das Netz des VNB
  • Volleinspeisung und Verbrauch am selben Netzverknüpfungspunkt
  • Erfassung durch separaten Zähler

Zähler

  • Zweirichtungszähler an Erzeugungsanlage (ZE), da Eigenverbrauch

Anwendungsbeispiele

  • PV-Anlagen, Windkraftanlagen
  • Uninteressant für BHKWs, da geringer Vergütungssatz
Überschusseinspeisung mit Eigenverbrauch

Überschusseinspeisung

Besonderheiten

Charakteristik

  • Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung
  • Vergütung von PV-Selbstverbrauch nur bei Inbetriebnahme vor dem 01.04.2012
  • Zähler ZE ist nur bei Anlagen mit Zonung nach Bemessungsleistung erforderlich
  • PV-Eigenverbrauch= ZE –ZH
  • PV Anlagen > 10 kWp oder > 10 MWh p.a. Eigenversorgung,
    (ohne Nachweis der Eigenversorgung: EZA ≤ 10kWp und ≤ 10 MWh p.a. Eigenversorgung)

Zähler

  • Zähler ZE ist nur bei Anlagen mit Zonung nach Bemessungsleistung erforderlich
  • PV-Eigenverbrauch= ZE –ZH

Anwendungsbeispiele

  • PV Anlagen > 10 kWp oder > 10 MWh p.a. Eigenversorgung, (ohne Nachweis der Eigenversorgung: EZA ≤ 10kWp und ≤ 10 MWh p.a. Eigenversorgung)

Weitere Definitionen

  • Selbstverbrauch
  • Selbstverbrauch von EEG
  • Selbstverbrauch von KWK
KWK- und EEG-Untermessung

Untermessung

Besonderheiten

Charakteristik

Wenn mehrere unterschiedliche Arten von Erzeugungsanlagen (bspw. PV- und KWK-Anlagen) in das Versorgungsnetz einspeisen. Hintergrund ist, dass die Vergütung der jeweiligen Anlagenart entsprechend erfolgen und somit getrennt erfasst werden muss. Aus diesem Grund ist ein weiterer Zähler (hier: ZE3 - Differenzmengenzähler) erforderlich, durch den eine klare Zuordnung der einzelnen erzeugten elektrischen Arbeit möglich ist.

Zähler

  • ZE1= Erzeugung PV-Anlage
  • ZE2= Erzeugung KWK-Anlage
  • Netzeinspeisung KWK-Anlage= ZE3
  • Netzeinspeisung PV-Anlage= ZH - ZE3

Anwendungs-beispiele

  • Kombinationen von KWKG-Anlagen und EEG-Anlagen (PV)
  • Eigenversorgung bei >10kWp oder >10MWh p.a.
  • Grenzen bei Anlagengröße, damit Eigenverbrauch die Messung nicht verfälscht!
Kaufmännisch Bilanzielle Weitergabe nach EEG

Weitergabe

Besonderheiten

Charakteristik

  • fiktive Volleinspeisung
  • Abrechnungsseitig: gesamte Strommenge wird direkt ins Netz eingespeist
  • rechnerische Ermittlung des Strombezugs durch virtuelle Zählpunkte

Zähler

  • tatsächlicher Strombezug = erzeugter Strom (ZE) + Netzbezug (ZH) – Einspeisung (ZH)
  • Zählerdaten sollten den Bedingungen für marktkonforme Bilanzierung (MaBis) entsprechen

Anwendungsbeispiel

  • Verkauf von BHKW-Strom an Mieter
Gewillkürte Vorrangregelung

Vorrangregelung

Besonderheiten

Charakteristik

  • Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung
  • Laut der Clearingstelle EEG ist eine „gewillkürte Vorrangregelung“ zur Abrechnung der anteiligen Netzeinspeisung und der anteiligen Eigenversorgung möglich
  • Anlagenbetreiber muss erklären, welche Erzeugungsanlage vorrangig als Netzeinspeisung und welche vorrangig als Eigenversorgung verwendet wird

Zähler

  • ZE1 = Erzeugungsanlage 1 (E1) mit vorrangiger Netzeinspeisung 
  • ZE2 = Erzeugungsanlage 2 (E2) mit vorrangiger Eigenversorgung
  • Je Messperiode wird die Netzeinspeisung am Einspeisezähler ZH bis maximal zum Wert der Erzeugungsmenge an ZE1 (vorrangig als Netzeinspeisung) abgerechnet.
  • Ist die Netzeinspeisung größer als die Erzeugungsmenge ZE1, wird dieser Anteil als Netzeinspeisung von E2 abgerechnet.

Anwendungsbeispiel

  • Kombination von zwei Anlagen